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2000 km durch Deutschland mit dem Volvo P1800
2004

achdem wir schon lange mit dem Gedanken gespielt haben, einmal diese tolle Tour für Oldtimer-Liebhaber mitzufahren, haben wir im Dezember 2003 die Anmeldung zur 16. Rallye durch Deutschland an den Organisator Herrn Günter Krön losgeschickt.

Am 17.07.2004 ,Theo’s Geburtstag sollte es dann losgehen. Wir, Karin Balters-Bring und Theo Balters kamen mit einem Volvo P 1800, Bj. 1962, Start-Nr. 119,  Angelika und Erwin Renkes mit einem Volvo P 1800 E, Bj. 1971, Start-Nr. 156 und Dr. Doris Dickmans-Burmeister und Dr. Herbert Steinhauer mit ihrem Volvo P 1800 ES, Bj. 1972 Start-Nr. 162 um 13:00 h auf dem Schlossplatz in Wickrath an. Dort wurden wir schon von vielen Zuschauern und vom Organisationskomitee begrüßt. Nachdem wir unsere Koffer auf einen LKW verladen hatten, damit diese pünktlich zum Hotel gebracht werden konnten, wies man uns einen Stellplatz zu. Bei der Fahrzeug-Präsentation war schon die erste Zeitprüfung. Diese Prüfungen, die zweimal täglich, morgens und mittags vor dem Start erfolgten, dienten unter anderem mit den Ortsdurchfahrtskontrollen, wo es einen Stempel in die Bordkarte gab, oder Gleichmäßigkeitskontrollen, wo eine bestimmte Strecke mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit gefahren werden mußte, zur Ermittlung der Sieger.

Am Sonntag morgen starteten die ersten Fahrzeuge pünktlich gegen 8:00 h in Richtung Frankfurt.

Somit begann eine schöne, außergewöhnliche Woche, aber nicht ganz stressfrei.

Wir fuhren Tagesetappen zwischen 250 – 400 km, wobei wir in Frankfurt, Eisenach, Leipzig, Berlin, Hannover, Bad Wildungen und Mönchengladbach in Maritim-Hotels übernachteten.

Die Mittagspausen fanden an Orten, die ihren besonderen Reiz hatten, statt. So machten wir Pause bei ZF Sachs in Schweinfurth, am Schleizer-Dreieck, in Berlin im Meilenwerk und im Motopark-Oschersleben, wo wir noch eine Runde über die Rennstrecke fahren durften. Auch die Abende in den Übernachtungshotels waren nicht nur von den Büfetts, sondern auch von den Unterhaltungsprogrammen sehr abwechslungsreich. Hierbei ist besonders hervorzuheben die Automobile Welt Eisenach, der Auerbach-Keller im Leipzig, in dem Faust sein Debüt gab oder der Abend, an dem ein buntes Unterhaltungsprogramm von Teilnehmern der Rallye zusammengestellt wurde.

Besonders spannend war an jedem Abend die Siegerehrung der Tagesbesten.

Aber es gab auch Tiefen bei dieser Rallye. Als wir am Montag morgen um 8:48h losfuhren, verfuhren wir uns auf Grund einer Baustelle, die vorher nicht bekannt war, dermaßen, dass nur noch ein Taxifahrer uns auf den richtigen Weg bringen konnte. Oder, wenn wir an Leipzig denken, wo durch den großen Regen fast Weltuntergangsstimmung herrschte. Wir dachten, hier muss unser Auto auch noch schwimmen lernen. Die Kanäle konnten die Wassermassen nicht aufnehmen und somit stand das Wasser ca. 20 cm hoch auf den Straßen. Da unser Scheibenwischer selbst in der schnellsten Stufe keine klare Sicht bieten konnte, mussten wir am Straßenrand auf Wetterbesserung warten. Nach ca. 1Std. Wartezeit konnten wir dann doch weiter bis zum Augustusplatz fahren, wo uns die emsigen, total durchnässten Helfer freundlich empfingen. Nach einer kleinen Stärkung in Leipzigs Kellergewölben ging es dann schon wieder weiter.

Es sollte für Unermüdliche eine Nachtetappe über 100 km Leipzig-Halle-Leipzig gefahren werden, wobei wir die Rennstrecke Halle-Saale-Schleife passierten.

Bei dieser Ausfahrt waren wir in erlauchter Gesellschaft, denn Prinz Leopold von Bayern fuhr mit seinem Mille Miglia-Wagen ,Bj. 1939 diese  Nacht- und die darauffolgende Tagesetappe.

Da diese Tour „2000 km durch Deutschland“ mittlerweile sehr bekannt ist, sah man den ein oder andern Bekannten in einem schönen Auto sitzen. So. z.B. Dr. Mario Theisen oder einige junge BMW-Rennfahrer und natürlich den Mann mit dem Schnauzer Jean Pütz. Dadurch, dass der Organisator, Günter Krön in allen Durchfahrtsstädten viel Reklame durch Plakate und Lokalpresse gemacht hat, wurden wir in allen Städten begeistert empfangen. Teilweise, z.B. in Frankfurt, Hannover, und Bad Wildungen begrüßten uns Tausende von Besuchern.  Hier konnten die Einweiser ihre Arbeit nur unter erschwerten Bedingungen erledigen. Sie gingen in den Menschenmassen förmlich unter. Nur noch hier und da war eine Weste oder eine Fahne zu erkennen, der wir dann einfach folgten und somit zu unserem Stellplatz kamen. Wir können dem Organisations-Team der 2000 km-Rallye nur ein Lob aussprechen, dass alles so reibungslos vonstatten ging. 

Wir sind natürlich auch sehr froh, dass unsere Fahrzeuge ohne Probleme das Ziel nach 2171 km erreicht  haben. Als wir uns am Sonntagmittag, nach der Siegerehrung von vielen neuen Bekannten und Freunden verabschiedeten, waren wir schon ein bisschen wehmütig, dass die Woche vorüber war, aber es gibt vielleicht ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

   

Karin und Theo

Angelika und Erwin

Doris und Herbert

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