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Jahrestreffen Brügge (B) 2007

Im Lande der Kirchen, Kathedralen……und Biere
Da Brügge für uns eisenbahntechnisch nicht so günstig liegt, mussten wir diesmal auf den altbewährten Autoreisezug verzichten. Um die knapp 900 km. einigermaßen stressfrei zu bewältigen, nahmen wir gerne das Angebot von Anne und Peter an, bei Ihnen einen Zwischenhalt einzulegen. So erreichten wir am Samstag, den 12.Mai, bei schönstem Wetter und nach 500 km. Königswinter, wo wir es uns auf der Terrasse sofort gemütlich machten. Nach dem samstäglichen Grillabend und Käsefondue am Sonntagabend – zu dem sich noch Angelika und Erwin gesellten – sowie jeder Menge Gespräche inklusive Kaffeefahrt an den Rhein und Begutachtung von Peters neu angemieteter Halle, machten wir uns am Montagmorgen auf den Weg nach Brügge. Nach einem Mittagshalt im Lokal von unserem langjährigen belgischen Freund in Geel – auch da gabs eine Menge zu erzählen – trafen wir abends im Hotel/Restaurant „Lodewijk van Male“ in St.Kruis-Brügge ein, wo wir schon von Angelika und Erich erwartet wurden. Das schlossähnliche Anwesen vermittelte nicht nur äusserlich einen protzigen, mittelalterlichen Stil – nicht zuletzt wegen dem aufwendigen Sichtmauerwerk und dem grosszügigen Promenadenpark mit Teich – auch innen wähnte man sich in diese Epoche zurückversetzt, mit jeder Menge standesgemässen Einrichtungsgegenständen, die dann auch in den wuchtigen und hohen Räumen so richtig zur Geltung kamen.
Nach dem Zimmerbezug begaben wir uns zu viert in die Kneipe um die Ecke, wo wir vorerst mal mit der flämischen Küche konfrontiert wurden; aber aus einer Mischung von Hochdeutsch, Schweizerdeutsch, Holländisch etc. konnten wir unsere Bestellung aufgeben……..und kriegten sogar, was wir uns erhofft hatten! Zurück im (Schloss-) Hotel fühlten wir uns fast wie Schlossherren/herrinnen, waren wir doch für die nächsten Tage die einzigen Gäste. Dienstag und Mittwoch machten wir je einen ausführlichen Stadtbummel durch Brügge und Gent; immer verbunden mit einem gemeinsamen Abendessen. Diese beiden Städte beinhalten doch gewisse Gegensätze; hier Brügge, touristisch voll erschlossen, aufwendig und wunderschön restauriert, dafür abends ohne Leben (ein Tourist brachte es auf den Punkt: Brügge ist ein Museum!), dort Gent, vieles noch nicht wieder hergestellt, sogar baufällig, dafür irgendwie realistischer – mehr am Puls der Zeit. Aber was ist ein Aufenthalt in Belgien ohne einen Abstecher an die Küste, und so fuhren wir am Donnerstag – mit einer gewissen Erwartungshaltung – dorthin. Von der französischen Grenze La Penne über Middelkerke, Ostende bis Knokke; es ist erschreckend, wie zugebaut (und es wird weitergebaut!) diese Küstenregion ist – Plattenbauten bis zum Abwinken – und wenn man Glück hat, findet man noch einen nahezu natürlichen Teil Küste (De Haan), wie ich ihn mir vorstelle. Noch überwältigt von den Eindrücken dieser belgischen Vermarktung und Kommerzialisierung einer bestimmten Gegend fuhren wir ins Hotel zurück; auch da wars nun vorbei mit der Ruhe.
Die meisten Teilnehmer waren schon eingetroffen, so dass die idyllische Parkanlage von Leuten….und von P 1800 belagert wurde; mit knapp 30 Fahrzeugen ein toller Anblick! Am Abend, während dem gemeinsamen Abendessen, fand die offizielle Begrüssung durch die Organisatoren, Andrea und Filip  – unterstützt wurden sie von Gabi und Michael – statt, die auch den geplanten Ablauf bis Sonntag erläuterten. Nach einem weiteren Grußwort von Fritz ergriff „Prinz“ Theo das Wort; namentlich mit Karin zusammen als Prinzenpaar der Stadt Kempen für 3 Jahre gewählt (für alle, die es nicht wussten, aber spätestens nach dem Lesen dieser Zeilen nun wissen!) und überreichte den oben erwähnten Parteien eine imposante Umhängeplakette – mit dem Markenzeichen der Stadt Kempen, einem weissen P 1800 Coupé und natürlich dem Prinzenpaar. Gegen einen Unkostenbeitrag zugunsten einer wohltätigen Organisation erwarb auch Erich – seines Zeichens 1.Sekretär der IG – eine Plakette…….und alle erhielten die Auflage, diesen symbolträchtigen Anhänger an allen möglichen (und unmöglichen) Orten und Anlässen zu tragen. Na denn, viel Glück! Nach dieser karnevalistischen Einlage – begleitet von viel Gelächter – wurde von vielen ausgelassen das Wiedersehen gefeiert, andere schwelgten in Erinnerungen, oder knüpften neue Beziehungen….bis tief in die Nacht hinein.
Freitag war dann zur freien Verfügung, was wir zu einer einstündigen „Grachtenfahrt“ (Insider behaupten, ohne diese Bootsfahrt hätte man nichts von Brügge gesehen!) nutzten, um uns dann rechtzeitig zum Besuch der Brauerei „De Halve Maan“ einzufinden. Das Gebäude beinhaltet einen neuen Teil; da wird noch an 2 Tagen in der Woche das aktuelle Bier gebraut. Der ältere wurde zu einem Museum umgestaltet – dort finden auch die Führungen statt – unter anderem mit einer ausführlichen Dokumentation über den Gründer dieser Brauerei, Henri Maes. Selbstverständlich gehört auch eine hauseigene Brauschenke dazu; schlussendlich verfügt Belgien über ca. 700 eigene Biersorten – ein gewaltiges Potenzial! Nach einer Kostprobe von besagtem Bier, fanden wir uns zum gemeinsamen Muschelessen im Rest. Vivaldi ein- was auch sehr rege genutzt wurde. Da wir die Sehenswürdigkeiten von Brügge schon an 2 Tagen durchkämmt hatten, verzichteten wir auf den anschliessend geführten Stadtrundgang und liessen den Abend mit unseren Freunden aus dem „Kohlenpott“ in einem kleinen Lokal ausklingen.
Samstag war dann (Rallye-) Ausfahrt durch Flandern; wie immer gespickt mit ein paar nicht ganz ernstzunehmenden Sonderprüfungen….und Fragen. Unterbrochen wurde die Fahrt mittags in Damme, wo wir von „Till Eulenspiegel“ und seinem Liebchen „Nele“ (seine Seele) und seinem Knecht „Mattle“ (sein Magen)durch den Ort geführt wurden; ergänzt durch seine bekannten und weniger bekannten Anekdoten und abgeschlossen durch ein Matjesfilet mit Branntwein. Alles in allem war dieser Spaziergang eine willkommene Abwechslung! – und weiter gings zum Mittagshalt, wo uns der Präsident des belgischen Volvoclubs offiziell begrüsste. Frisch gestärkt erreichten wir am späteren Nachmittag – gleichbedeutend mit dem Ende der Ausfahrt – das Hotel….und freuten uns schon auf den Abend.
In stilvollem Ambiente hatten die Gastgeber ein sehr feines, flämisches und zeitaufwendiges (die hatten wir ja!) Büfett aufgebaut; zwischen den Köstlichkeiten löste dann Philip in gekonnter Art und Weise die einzelnen Fragen auf. Angefangen über die Kinderrallye – die von Sina Stauder gewonnen wurde – bis dann, zur Geisterstunde, das Siegerteam feststand: Paul Krings mit Sohnemann Matthias; notabene sehr knapp vor dem Nachwuchsteam Daniel /Max (die Jugend ist im Vormarsch, und das ist gut so!) Fritz informierte - unter anderem – noch über die bevorstehenden Anlässe (Jahresabschlusstreffen am Bodensee, Schwedenfahrt 2008; unterstützende Worte von Herbert begleitete seine Ausführungen) und dankte vor allem den Organisatoren für Ihren Einsatz, die zum guten Gelingen von diesem Treffen führten……und zu guter Letzt brachte noch Klaus Erstaunliches im Zusammenhang mit dem „Schneewittchen(-sarg)“ ans Tageslicht.

Sonntagvormittag wurde nochmals die Parkanlage in Beschlag genommen; Fototermin mit P 1800 und den dazugehörenden Leuten war angesagt und ein würdiger (Abschluss-) Rahmen eines schönen Wochenendes. Nach dem Verabschieden der Teilnehmer fuhren wir nochmals an die Küste (diesmal Hollands, nun hiess es Abschied nehmen von „Pannekoeken und Wafelen“), trafen uns abends zum gemütlichen gemeinsamen Abendessen mit den Dagebliebenen, liessen das Erlebte nochmals Revue passieren….und es musste wahrscheinlich so sein: es wurde nasskalt, eigentlich schade, oder Glück gehabt – je nach Standpunkt. Nach einem nochmaligen Halt in Königswinter erreichten wir Dienstag abend die Schweiz……und von der Ferne überbringen wir den Organisatoren nochmals ein herzliches Dankeschön in den Norden.

.: Kurt Burkhalter

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