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.: 30 Jahre Volvo P1800 IG - Jubiläumsfahrt Göteborg :. |
WOW! In 2 Sekunden von Null auf – nein, das sage ich jetzt nicht, denn ich spreche nicht von den Beschleunigungswerten unseres Schneewittchens oder eines Boliden, sondern von der unbarmherzigen Anzeige meiner Personenwaage nach Rückkehr von unserer Jubiläumstour nach Schweden. Mit ihrer Dauer einer knappen Woche bot sie nicht nur kulinarische Erlebnisse für zwei Wochen. Schon die Ankunft am Fährhafen der Stena-Line in Kiel gestaltete sich zu einem Event. Fast 50 P1800, aufgestellt in zwei reservierten Sonderspuren, waren an jenem Pfingst-Sonntag eine viel fotografierte Attraktion. Bei Hochsommer-Wetter zauberte Familie Schöbel mit tatkräftiger Unterstützung von Winnie, Klaus und Jasper als Empfang eine Art Strandbar mit kühlen Getränken, Naschwerk und Äpfeln. Fleißig wurden die Teilnehmer-Unterlagen und Geschenke verteilt, wobei sich die exklusiven P1800 IG-Schirme glücklicherweise für die gesamte Dauer der Reise als unnötig erweisen sollten. Auch auf der Fähre hatten wir einen Sonderstatus: das normale Autofahrer-Volk parkte in geziemendem Abstand hinter uns. Auch beim Sektempfang und skandinavischem Buffet waren wir unter uns. Hier wurde der Grundstein für „in 2 sec von Null…“ gelegt, denn ich kann allem widerstehen, nur eben nicht der Versuchung, seufz. Am Montagmorgen empfing uns das sonnige Schweden mit einer steifen Brise, die ihre Herkunft aus offensichtlich arktischen Gefilden nicht leugnen konnte. Bis auf Peter, der sein Temperaturempfinden irgendwie abschalten kann, mummelten wir uns alle in unsere wärmsten Klamotten ein. Unser Hotel, das nur wenige 100m vom Fähranleger entfernt liegt, benötigte noch ein paar Stunden, um aufzuklaren. Und so fuhren wir mit unseren vierrädrigen Schwedinnen durch ihre automobile Heimat nach Marstrand, eine kleine Insel, die uns einen ersten Eindruck von der ursprünglichen schwedischen Landschaft vermittelte und auch von den typischen bunten Holzhäusern. Der Festabend im Novotel wurde eingeleitet von einem Sektempfang, den die Schweizer P1800-Freunde ausgaben, nicht ohne Hinweis auf die ausliegenden Bestell-Scheine ;-). 9 eidgenössische Teams hatten sich unserer Truppe angeschlossen, denn auch sie feierten ihr 30-jähriges Bestehen. Auf dem Festabend mit Blick auf Hafen und wieder einem üppigen skandinavischen Buffett („in 2 sek von Null….usw.“) legten Dia-Shows der vergangenen 30 Jahre so manches Schmunzeln der Erinnerung auf die Gesichter. Ach, Daniel, was warst du niedlich! Der nächste Tag war VOLVO gewidmet. Präsident Fritz und Kronprinz Daniel bewiesen ihre freundschaftlichen Kontakte zum Direktor des Volvo-Museums, dem Dank gebührt für die Besichtigungen und das VOLVO- Rahmenprogramm. Hier entstand nach strenger Choreographie von Patricia die anfangs gezeigte Aufstellung unserer P 1800 zum VOLVO- Schriftzug. Am Abend fand ein wirkliches Highlight statt: eine Bootsfahrt in die Schärenwelt (=Inselwelt) zum Sonnenuntergang. Für die Organisation solcher Aktionen gilt unser besonderer Dank Lisa und Rolf Håkansson, die uns als „alte Schweden“ die Schönheiten ihrer Heimat nahe brachten. Eine Stärkung gab es auf Älvsborg, einer Festungsinsel; im Innenhof der Festungsanlagen wurden leckere Hamburger gegrillt. An diesem Abend besonders erfreulich war die schwedische Sitte, nach jedem Essen einen heißen Kaffee zu servieren. Die Bilderbuch-Landschaft und ein romantischer Sonnenuntergang entschädigten uns für die Gänsehaut. Der offizielle Teil der Jubiläumsfahrt war nun zu Ende und die ersten Teilnehmer verabschiedeten sich gen Heimat. Der Rest wollte auch den Autos ein wenig von Schweden zeigen. Am Donnerstag ging es in das 100km entfernte Trollhättan, wo uns eine atemberaubende Landschaft empfing mit Schleusenanlagen aus mehreren Jahrhunderten. Faszinierend! Nach einem Mittagessen in einem Romantik-Hotel (jaja, in 2 sek…) statteten wir dem Museum der Konkurrenzmarke Saab einen höflichen Besuch ab. Nun ja. Und dann ab zur Safari! Und zwar zur Elch-Safari. Schon die Fahrt zum Marktplatz nach Vänersborg gestaltete sich zum Abenteuer. Ich glaube nicht, dass die ausgiebige Stadtrundfahrt Absicht war. Zur eigentlichen Safari holte uns ein Bus ab. Und ab in den Wald! Zur Einstimmung wurden wir durchs königliche Jagdmuseum geführt und aßen anschließend in einem „läppischen“ Zelt, einer Art Tipi, einen Elch-Wrap, das war Elchfleisch mit Salat und Preiselbeeren, eingewickelt in etwas, was an einen überdimensionalen Bierdeckel erinnerte. Leckere Füllung. Das Blitzlichtgewitter brach aus. Daniel wird für die Homepage eine Menge Wald-Fotos zugeschickt bekommen. Nach 5 Stunden war die Elchquote erfüllt, 6 Elche hatten sich blicken lassen, die uns ähnlich neugierig beäugten, wie wir sie. Wer dachte, das sei die Safari gewesen, irrte gründlich. Die kam nämlich noch. Gegen 23Uhr traten wir die Heimfahrt zum Hotel an. Der lange Konvoi war schnell auseinander gerissen. Komplizierend bremsten zahlreiche Nacht-Baustellen mit kreativ gestalteten Umleitungen unseren Drang nach Göteborg aus. Wir gehörten gegen 0.30Uhr zu den ersten Heimkehrern, die letzten hatten da noch 1,5 Stunden vor sich… So war dann das Grüppchen, das sich am Freitagmorgen nach Ugglarp machte (der Ort heißt wirklich so!), recht übersichtlich mit 10 Fahrzeugen. „Svedinos Bil- och Flyg-Museum“ hatte für viele nicht so verlockend geklungen, aber wer dabei war, bereute es nicht. Svedinos ist – anders. Weniger Museum als vielmehr Hospiz für alte Flugzeuge und Autos. So wie der Privatmann Svedino sie gefunden bzw. erworben hatte, stellte er sie ins Museum. Nix Restaurieren oder so. Wir er an die Hubschrauber und Kampfflugzeuge gekommen war, blieb uns ein Rätsel. Ein irres Sammelsurium! Svedinos Sohn, der uns mit ein paar einleitenden Worten empfangen hatte, verkaufte anschließend Kaffee und von Muttern frisch gebackenen Kuchen. Gestärkt konnten Reiner und ich uns auf die Heimreise machen. Auf das Essen in den Laxbutiken mussten wir aus Zeitgründen leider verzichten, aber an Bord der Fähre gibt’s ja immer das skandinavische Buffet… So schnell waren die Tage vergangen, aber wir wunderten uns, wie viel wir in der kurzen Zeit erlebt haben. Zum Jubiläum nach 30 Jahren .: ABB |
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